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Wenn eine Zahnkrone abfällt und darunter ein schwarzer Zahn sichtbar wird, gibt es dafür meist zwei Hauptursachen. Häufig handelt es sich um Karies unter der Krone, die die Zahnsubstanz im Laufe der Zeit geschwächt hat. Manchmal liegt auch ein abgestorbener Zahnnerv (nekrotische Pulpa) vor, wodurch sich das Dentin von innen dunkel verfärbt.

Krone rausgefallen, Zahn schwarz

In vielen Fällen hat sich der Befestigungszement über die Jahre im Spalt zwischen Krone und Zahn langsam aufgelöst oder ist ausgewaschen worden. Dadurch geht die dichte Versiegelung verloren. Bakterien können eindringen, sich vermehren und den Zahn nach und nach weicher und dunkler machen.

Es gibt jedoch auch eine harmlose Möglichkeit: Die dunkle Farbe kann durch ältere Silberamalgamfüllungen oder Metallstifte entstehen, die bei früheren Behandlungen eingesetzt wurden. Diese Materialien können mit der Zeit korrodieren und eine dauerhafte Verfärbung hinterlassen, ohne dass der Zahn akut geschädigt ist.

Oft kommen mehrere Faktoren zusammen – biologische Prozesse im Zahn selbst und ein allmähliches Nachlassen der Haftung des Zements. Irgendwann reicht die Stabilität nicht mehr aus und die Krone lockert sich.

Warum ist die Krone abgefallen?

Kronen gehören zu den stabilsten Versorgungen in der Zahnmedizin. Sie sind dafür gemacht, starke Kaukräfte über viele Jahre auszuhalten. Trotzdem sind auch sie nicht unzerstörbar.

Wenn sich eine Krone löst, geschieht das meist nicht plötzlich. In der Regel handelt es sich um einen langsamen Prozess, der sich über Monate oder sogar Jahre entwickelt hat. Um das Problem dauerhaft zu beheben, muss man zunächst verstehen, warum die Verbindung zwischen Zahn und Krone verloren gegangen ist.

1.Nachlassender Befestigungszement

Der häufigste Grund ist ein geschwächter Befestigungszement. Dieser Zement hält die Krone fest am Zahn – vergleichbar mit einem verbindenden Element zwischen beiden Strukturen.

Im Mund wirken täglich Feuchtigkeit, Speichel, Temperaturwechsel und Kaubelastung auf dieses Material ein. Heißer Kaffee, kaltes Eis oder ständige Druckbelastung können dazu führen, dass sich der Zement im Laufe der Zeit verändert.

Bei manchen älteren Zementarten kommt es zur sogenannten „Auswaschung“. Wenn am Kronenrand ein kleiner Spalt entsteht, kann Speichel in diesen Bereich eindringen. Enzyme und Feuchtigkeit tragen dazu bei, dass sich der Zement langsam abbaut. Sobald ein bestimmter Teil der Haftung verloren geht, sitzt die Krone nicht mehr fest und kann sich lösen.

2. Karies unter der Krone

Nicht immer ist das Problem rein mechanisch. Häufig beginnt es biologisch im Zahn selbst.

Auch wenn die Krone künstlich ist, bleibt der Zahn darunter lebendes Gewebe und ist genauso anfällig für Karies wie jeder andere Zahn. Gelangen Bakterien unter den Kronenrand – etwa bei unzureichender Mundhygiene oder wenn der Kronenrand nicht optimal anliegt – können sie Zucker abbauen und dabei Säuren bilden.

Diese Säuren greifen die Zahnhartsubstanz schrittweise an. Da die Krone den Zahn bedeckt, verläuft dieser Prozess oft lange unbemerkt. Erst wenn die Zahnsubstanz deutlich geschwächt ist, verliert die Krone ihren stabilen Halt.

Die fortschreitende Schädigung kann dazu führen, dass das Fundament des Zahns nicht mehr tragfähig ist. In diesem Fall lockert sich die Krone oder fällt schließlich ab.

3. Zubeißen auf harte Lebensmittel oder Trauma

Auch äußere Kräfte können eine Rolle spielen.

Ein einzelnes Ereignis – zum Beispiel das Beißen auf einen harten Popcornkern, ein sehr hartes Bonbon oder ein Stück gefrorenes Speiseeis – kann die Verbindung zwischen Krone und Zahn sofort beeinträchtigen.

Daneben gibt es chronische Belastungen. Beim nächtlichen Zähneknirschen (Bruxismus) entstehen kontinuierliche Bewegungen und Vibrationen. Diese wirken dauerhaft auf die Zementverbindung ein und schwächen sie schrittweise. Irgendwann ist die Haftung so reduziert, dass sich die Krone löst.

Warum ist mein Zahn unter der Krone schwarz?

Ein schwarzer Zahn unter einer zuvor hellen Krone wirkt verständlicherweise beunruhigend. Dennoch bedeutet dies nicht automatisch, dass der Zahn verloren ist.

Es kommen im Wesentlichen drei Ursachen infrage.

1. Karies unter der Krone

Ist der dunkle Bereich weich, riecht unangenehm oder wirkt bröselig, liegt häufig eine ausgeprägte Karies vor.

Unter einer Krone entsteht eine relativ abgeschlossene, sauerstoffarme Umgebung. Dort produzieren Bakterien beim Abbau organischer Substanzen dunkle Stoffwechselprodukte. Gleichzeitig verändert sich das Dentin während des Zersetzungsprozesses und nimmt eine bräunliche bis schwarze Farbe an.

Diese Form der Karies ist ernst zu nehmen, da sie die Stabilität des Zahns beeinträchtigt. Fühlt sich der Bereich weich oder ledrig an, handelt es sich um infiziertes Gewebe, das entfernt werden muss. Je dunkler und ausgeprägter die Verfärbung, desto länger besteht der Prozess in der Regel bereits.

2. Abgestorbener Zahnnerv

Manchmal entsteht die dunkle Verfärbung nicht von außen, sondern im Inneren des Zahns.

Wenn ein Zahn früher ein Trauma erlitten hat oder eine tiefe Karies bis zur Pulpa vorgedrungen ist, kann das Gewebe im Inneren absterben. Wird die Blutversorgung unterbrochen, zerfallen rote Blutkörperchen.

Dabei wird Eisen freigesetzt, das mit anderen Bestandteilen reagiert und ein dunkles Pigment (Eisensulfid) bildet. Dieses lagert sich in den inneren Zahnstrukturen ab und führt zu einer Verfärbung von innen nach außen.

In solchen Fällen ist häufig eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich, sofern diese noch nicht durchgeführt wurde.

3. Verfärbung durch Metallpfosten oder alte Füllungen

Nicht jede schwarze Verfärbung bedeutet Karies.

Wurde früher eine Amalgamfüllung zum Aufbau des Zahns verwendet, können die enthaltenen Metalle – etwa Silber, Zinn oder Kupfer – im Laufe der Jahre leicht korrodieren. Dabei gelangen dunkle Metallionen in die Zahnsubstanz und hinterlassen eine dauerhafte, graue oder schwarze Verfärbung.

Der Zahn ist in diesem Fall fest und bakteriell unauffällig. Die Verfärbung wirkt wie eine Art „Tätowierung“ im Zahn.

Ähnlich kann ein eingesetzter Metallstift erscheinen, der zur Stabilisierung der Krone dient. Das Metall zeigt sich als dunkler Schatten im Zahn. Optisch störend – medizinisch jedoch nicht zwingend problematisch.

Kann mein Zahn unter der Krone braun oder gelb werden?

Ja, das ist sogar sehr häufig.

Natürliche Zähne sind nicht vollständig weiß. Die äußere Schicht, der Zahnschmelz, ist hell. Darunter liegt das Dentin, das von Natur aus gelblich bis gelb-braun gefärbt ist.

Bei der Vorbereitung für eine Krone wird ein Teil des Zahnschmelzes entfernt, damit Platz für die Krone entsteht. Dadurch wird das Dentin freigelegt. Ohne Krone erscheint der Zahn daher gelblicher.

Mit zunehmendem Alter kann sich diese Farbe weiter intensivieren.

Braune Flecken können sogenannte „gestoppte Karies“ sein. Das bedeutet, dass früher einmal eine Schädigung begonnen hat, die jedoch zum Stillstand gekommen ist. Der Zahn bleibt dabei hart und stabil. Sind die Stellen hingegen weich oder matt, sollte eine Kontrolle erfolgen.

Im Allgemeinen ist eine gelbliche oder hellbraune Färbung weniger besorgniserregend als eine tiefschwarze Veränderung.

Ist ein schwarzer Zahn unter einer Krone ein Notfall?

Treffen nach dem Verlust der Krone Schmerzen, Pochen oder eine Schwellung auf, kann eine Entzündung vorliegen. In diesem Fall sollte zeitnah ein Zahnarzt aufgesucht werden.

Besteht lediglich eine erhöhte Empfindlichkeit ohne Schmerzen, ist es meist kein akuter Notfall. Dennoch sollte die Situation möglichst bald abgeklärt werden, da der Zahn ohne schützende Krone anfälliger für weitere Schäden ist.

Wie kann ich meinen Zahn schützen, nachdem die Krone herausgefallen ist?

Nach dem Verlust der Krone ist der Zahn empfindlicher, da ein Teil des schützenden Zahnschmelzes fehlt.

Bewahren Sie die Krone auf und bringen Sie sie zum Termin mit.

Reinigen Sie den Zahn vorsichtig, um Beläge zu entfernen.

Spülen Sie bei Bedarf mit lauwarmem Salzwasser.

Vermeiden Sie es, auf dieser Seite zu kauen.

Meiden Sie sehr heiße oder sehr kalte Speisen und Getränke.

So lässt sich das Risiko zusätzlicher Schäden bis zum Zahnarztbesuch reduzieren.

Wie lange kann ich warten?

Idealerweise sollte innerhalb weniger Tage ein Termin vereinbart werden.

Zähne sind nicht vollkommen starr fixiert. Wenn eine Krone fehlt, können sich Nachbarzähne leicht verschieben oder der Gegenzahn etwas weiter herauswachsen. Dieser Prozess kann schneller beginnen, als man erwartet.

Außerdem ist das freiliegende Dentin deutlich anfälliger für erneute Karies. Je länger gewartet wird, desto umfangreicher kann die notwendige Behandlung werden.

Wie kann ich meine Krone selbst wieder einsetzen?

Vorübergehend ist das möglich – jedoch nur mit speziellem provisorischem Zahnzement aus der Apotheke.

Haushaltskleber wie Sekundenkleber sollten keinesfalls verwendet werden. Sie können das Zahnfleisch schädigen und eine spätere fachgerechte Behandlung erschweren.

Kann ein schwarzer Zahn gerettet werden?

Ein schwarzer Zahn muss nicht automatisch entfernt werden.

Zunächst wird geprüft, wie viel gesunde Zahnsubstanz noch vorhanden ist. Weiches, infiziertes Gewebe wird vollständig entfernt. Mit speziellen Hilfsmitteln kann festgestellt werden, wo gesunde Substanz beginnt.

Ist ausreichend stabile Zahnstruktur vorhanden, kann der Zahn neu aufgebaut und erneut versorgt werden.

Ist der Nerv betroffen, kann eine Wurzelkanalbehandlung die Entzündung stoppen und den Zahn erhalten.

Bei rein ästhetischer Verfärbung eines wurzelbehandelten Zahns kann ein internes Bleaching durchgeführt werden. Dabei wird ein Aufhellungsmittel in das Zahninnere eingebracht, bevor eine neue Krone eingesetzt wird.

Reicht die Zerstörung jedoch bis unter das Knochenniveau oder liegt eine vertikale Wurzelfraktur vor, ist der Zahn strukturell nicht mehr stabil genug. In diesem Fall kann er leider nicht erhalten werden.

Welche Therapie sinnvoll ist, lässt sich erst nach einer gründlichen Untersuchung sicher beurteilen.

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